HENNIGSDORFER RINGERVEREIN STEHT IM FINALE

Ringen: Landesliga Sachsen-Anhalt

KG Lübtheen II – Hennigsdorfer Ringerverein 13:18

Der Hennigsdorfer Ringerverein holte nach einem 18:13 Erfolg in Lübtheen den Staffelsieg in der Landesliga Sachsen/Anh. und steht damit im Finale gegen AC Germania Artern II.

Für die Gäste begann der Kampfabend denkbar schlecht, denn nach den ersten drei Kämpfen lag man bereits mit 0:9 hinten.

In der Klasse bis 57 kg/griechisch-römisch unterlag der Hennigsdorfer Ingo Köhler seinem Widersacher Daniel Gielow nach technischer Unterlegenheit.

Anschließend verlor Ronny Richter seinen Kampf in der Klasse bis 130 kg/griechisch-römisch gegen Max Kriwoschein. Richter konnte seine Größenvorteile nicht nutzen und verlor knapp mit 4:3.

Nachdem auch Arne Schneider gegen Philipp Nguyen Ho in der Klasse bis 61 kg/Freistil nach technischer Unterlegenheit verlor, befanden sich die Hennigsdorfer klar im Hintertreffen. Doch der HRV kam urplötzlich zurück. Lautstark unterstützt von den Fans aus Aue (anschließender Kampf in der 1. Bundesliga Lübtheens Erste gegen Aue) befanden sich die Gäste plötzlich in einer Heimkampfatmosphäre und waren sichtlich angestachelt.

So gelang es Till Kosanke in der Klasse bis 98 kg/Freistil, seinem Gegner Alex Kiritschkow nach gut einer Minute mit einem Wurfbrust eine Schulterniederlage beizubringen.

Den zweiten Mannschaftssieg fuhr danach Mohammad Damankhoshk gegen Alex Fuhr in der Klasse bis 66 kg/griechisch-römisch ein. Mit einem Schultersieg brachte Damankhoshk den HRV wieder auf 9:8 heran.

Die erstmalige Führung für den HRV holte in der Klasse bis 86 kg/griechisch-römisch Mathias Görtz gegen Nils Abrutat. Görtz nutzte seine Bodenvorteile resolut und gewann nach technischer Überlegenheit.

Nach seiner Schulter-OP vor sechs Wochen, stand erstmals wieder Alexander Herkt auf der Matte. Die eingeplante Niederlage in der Klasse bis 71 kg/Freistil gegen Jan-Lukas Block sollte Herkt klein halten. Doch seine Physis reichte noch nicht aus. Er unterlag nach technischer Unterlegenheit.

In der Klasse bis 80 kg/Freistil standen sich die beiden Mannschaftsführer Jonas Fentzahn und Tim Siebert gegenüber und leisteten sich eine wahre Ringschlacht. Nach über fünf Minuten stand es 8:8. Als Fentzahn zu einem letzten Angriff ansetzte, gelang Siebert mit einer Beinschleuder der Konter, was zwei Mannschaftspunkte für Hennigsdorf einbrachte.

Damit war den Hennigsdorfern der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen, da der letzte Kampf in der Klasse bis 75 kg/griechisch-römisch nur ein Freundschaftskampf war. Der Lübtheener Nils Koch hatte zu viel Gewicht auf die Waage gebracht. Das Freundschaftsduell gewann Felix Dietrich nach technischer Überlegenheit.

Nun strebt der HRV nach der Meisterschaft. Im Finale gegen den Ersten der Südstaffel, steht der HRV am kommenden Samstag dem AC Germania Artern gegenüber. Dabei wird der HRV wieder in der gewohnten Umgebung (Biber-Grundschule) kämpfen dürfen. Am 2. Dezember steht dann der Rückkampf in Artern an.

„ Am Samstag wird ein langjähriger Ringer verabschiedet, doch den Namen will ich noch nicht preisgeben“, so Trainer Norman Brennert. „ Das soll nochmal extra Spannung reinbringen und ich hoffe auf viele Zuschauer, weil wir die Unterstützung unserer Fans brauchen“.

bj

 

Alle Kämpfe in kompletter Länge (59:23 min)

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