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Ringen: Landesliga Sachsen-Anhalt

1. Luckenwalder SC II – 1. Hennigsdorfer Ringerverein 36:0

Der Hennigsdorfer Ringerverein fuhr mit eklatanten Besetzungsproblemen nach Luckenwalde. Erst am Freitag Nachmittag hatte HRV-Trainer Norman Brennert sieben Kämpfer von neun gefunden, wohl wissend, dass er durch drei kurzfristige Absagen seiner Kämpfer zwei Gewichtsklassen nicht besetzen konnte. Doch am Kampfabend selbst kam noch eine dritte Gewichtsklasse hinzu. Das Reglement besagt, dass man nur zwei Gewichtsklassen unbesetzt lassen kann, um startberechtigt zu sein. Bei einer dritten unbesetzten Klasse gehen die Punkte an den Gegner. Besetzen darf man eine Gewichtsklasse mit einem Kämpfer, der nicht das erforderliche Gewicht mitbringt. Allerdings muss dieser dann volljährig sein. Norman Brennert machte den Fehler und stellte Paul Bardehle für die Gewichtsklasse bis 98 kg auf, weil er dachte, dass sein Schützling bereits 18 Jahre alt ist. Dem war aber nicht so, denn Bardehle wird erst im nächsten Monat volljährig und hätte nur die Klasse ringen dürfen, welche er tatsächlich wiegt. Damit war schon vor dem Kampf klar, dass dieses Duell mit 36:0 an den LSC geht. Somit wurde aus dem Pflichtkampf nur ein Freundschaftskampf, da der HRV die Klassen bis 57 kg, 61 kg und 98 kg nicht besetzen konnte.

In der Klasse bis 130 kg (griechisch-römisch) gab der Gegner von Marcel Redmann, Phillip Atorf, nach einer Sekunde wegen Krankheit auf.

Anschließend hatte es Tim Reisinger in der Klasse bis 66 kg (griechisch-römisch) mit dem Trainer des LSC Thomas Berger zu tun. Berger ist trotz seines hohen Alters immer noch ein Spitzenringer, gegen den Reisinger nie eine Chance hatte. Berger, der 30 Jahre älter als Reisinger ist, siegte nach 2:58 Minuten mit technischer Überlegenheit.

In der Klasse bis 86 kg (griechisch-römisch) traf der gelernte Freistilringer Andreas Zabel auf HRV-griechisch-römisch Trainer Michael Martinke. Martinke, acht Kilo leichter, gewann  das von Taktik geprägte Duell knapp mit 2:1.

Durch die drei Absagen musste Steffen Lübke, der extra von Hamburg anreiste, ordentlich Gewicht machen, um gegen Felix Löhnhardt in der Klasse bis 71 kg/ Freistil startberechtigt zu sein. Lübke machte es kurz und siegte nach 2:46 Minuten mit technischer Überlegenheit.

Auch in der Klasse bis 80 kg/ Freistil gab es einen vorzeitigen Sieg für den HRV. Tim Siebert setzte sich nach 5:59 Minuten mit technischer Überlegenheit durch.

Obwohl er nicht in seiner angestammten Gewichtsklasse kämpfen konnte, gewann Mohammad Damankhoshk sein Duell gegen Jan Beckmann in der Klasse bis 75 kg (griechisch-römisch) nach 57 Sekunden vorzeitig mit technischer Überlegenheit.

Somit hatte der HRV aus sportlicher Sicht das Duell mit 17:16 für sich entschieden. Das ärgerte Norman Brennert um so mehr. „ Wir Trainer haben da einen dummen Fehler gemacht. Hut ab, dass die Mannschaft danach noch so bravourös gekämpft hat, obwohl sie wusste, dass der Kampf verloren war. Vor allem für Steffen Lübke, der extra aus Hamburg kam, um die Mannschaft zu unterstützen, tut es mir leid. So etwas wird uns nicht ein zweites Mal passieren“.

bj

 

Alle Kämpfe in kompletter Länge (36:23 min)

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