DIE JUNGEN MÜSSEN ES RICHTEN

Ringen: Landesliga Sachsen-Anhalt

1. Hennigsdorfer Ringerverein – Türkischer  RV Berlin 19:12 (15:16)

Wieder einmal lag der 1. Hennigsdorfer Ringerverein nach den ersten fünf Kämpfen hoffnungslos zurück. Danach konnten die etablierten Kämpfer noch verkürzen. „ Das ist in diesem Jahr unsere Achillesferse. Wir sind ja in der Verjüngungsphase und setzen bewusst junge Kämpfer ein. Die verlassen sich nach meinem Geschmack aber zu sehr auf die Älteren und können immer noch nicht überzeugen. Es wird langsam Zeit, dass unsere jungen Kämpfer an das Niveau der Routiniers heranreichen, denn irgendwann sind die nicht mehr da“, resümierte Hennigsdorfs Trainer Norman Brennert.

In der Klasse bis 57 kg (griechisch-römisch) stand erstmals Mohammadin Niazi für den HRV auf der Matte. Er ist erst kürzlich zu den Hennigsdorfern gestoßen und verlor erwartungsgemäß gegen den starken Farid Mustafazade nach technischer Unterlegenheit.

Den Hinkampf hatte Marcel Redmann gegen Mehmet Sari noch verloren, doch beim 3:1 Sieg in der Klasse bis 130 kg (griechisch-römisch) gelang ihm ziemlich abgezockt die Revanche.

Die Klasse bis 61 kg/Freistil konnte der 1. HRV nicht besetzen und so erhöhten die Türken auf 8:1.

In der Klasse bis 98 kg/Freistil schnupperte Paul Bardehle gegen Magomed Dawidow kurz am Schultersieg, wurde dann aber selbst geschultert.

Beim Stand von 12:1 für den TRV war anschließend Tim Reisinger in der Klasse bis 66 kg (griechisch-römisch) zum Siegen verdammt. Doch sein Gegner Serdar Durmus, immerhin deutscher Vizemeister, machte kurzen Prozess und siegte nach technischer Überlegenheit. Damit war das Duell bereits frühzeitig entschieden

Felix Dietrich holte anschließend in der Klasse bis 86 kg(griechisch-römisch) beim 13:7 Sieg über Alperen Önder zwei Mannschaftspunkte nach Hennigsdorf.

Eigentlich in der griechisch-römischen Stilart unterwegs, bewies Mohammad Damankhoshk in der Klasse bis 71 kg/Freistil sein Ausnahmetalent. Er zeigte fulminantes Freistilringen und fegte Bessmalla Khanjari nach 1:17 Minuten mit technischer Überlegenheit von der Matte.

Auch Tim Siebert konnte in der Klasse bis 80 kg/Freistil gegen Ahmed Celedi nach technischer Überlegenheit gewinnen.

HRV-Co-Trainer Michael Martinke verkürzte anschließend kampflos noch auf 15:16, da sein Gegner Furkan Perkel zu wenig Gewicht hatte und nicht startberechtigt war.

In der Pause dieses Kampfes wurden einige verdienstvolle Ehrenamtler vom Ringerverband Brandenburg geehrt. So erhielten Joachim Heinrich und Norman Brennert die Ehrennadel in Silber, Michael Martinke und André Paris die Ehrennadel in Bronze.

Der Hennigsdorfer Ringerverein bedankt sich an dieser Stelle bei den vielen Helfern, welche sich bei dem besonderen Punktekampf verdient gemacht haben. Denn die Hennigsdorfer machten aus diesem Kampfabend ein „Oktoberfest Spezial“. Bei bayerischer Musik hatten alle, die mit Dirndl und Lederhosen in die Halle kamen, freien Eintritt.

bj

Nachträglich zum Sieger erklärt

Nach einer Prüfung des Staffelleiters der Landesliga Sachsen-Anhalt (Nordstaffel) wurden zwei Sportler des TRV aus der Mannschaftsaufstellung gestrichen. Die beiden Sportler (80 kg/Freistil gegen Tim Siebert und 98 kg/Freistil gegen Paul Bardehle) waren vor Wettkampfbeginn nicht gemeldet worden und zählen gemäß der Wettkampfordnung nicht zur Mannschaft. Das Ergebnis ändert sich dadurch zu einem 19:12 zu Gunsten des 1. HRV, der sich damit den dritten Tabellenplatz in der Nordstaffel sichert.

ap

 

 

Alle Kämpfe in kompletter Länge (49:55 min)

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