BÖSE SCHLAPPE GEGEN LIGA-NEULING

Ringen: Landesliga Sachsen-Anhalt

AFG-Ringerverein Hannover – 1. Hennigsdorfer Ringerverein  25:5

Ein böses Erwachen gab es für den 1. Hennigsdorfer Ringerverein zum Saisonauftakt. Gegen den neu gegründeten AFG-Ringerverein Hannover setzte es eine empfindliche 25:5 Niederlage.

In der Klasse bis 57 kg/Freistil traf der Hennigsdorfer Ingo Köhler auf den gut kämpfenden Ghulem Sanah Youcefzai und legte einen beherzten Kampf hin. Im Kraftbereich und ringerisch war der Hannoveraner leicht besser, Köhler hatte konditionelle Vorteile. Dennoch stand es am Ende 16:10 für Hannover.

Der erste Knackpunkt für die hohe Niederlage lag bereits in der Klasse bis 130 kg begründet, da von drei gemeldeten Kämpfern verletzungsbedingt niemand zur Verfügung stand.

Den ersten Lichtblick lieferte Hennigsdorfs Neuzugang Daniel Gielow. Gegen Massud Khessraw zeigte Gielow eine abgeklärte Leistung. Gielow siegte knapp mit 4:3 und holte damit den ersten Mannschaftspunkt für die Gäste (6:1).

Zu einfache Punkte am Mattenrand musste Neuzugang Jörn Dassow in der Klasse bis 98 kg (griechisch-römisch) gegen Mohammed Jamshidi abgeben. Dassow kam nie richtig in den Kampf und gab bei seiner 16:5 Niederlage gleich drei Mannschaftspunkte ab (9:1).

Nichts zu bestellen hatte auch Tim Reisinger in der Klasse bis 66 kg/Freistil gegen Has-Magomed Dagjew. Dagjew schulterte den Hennigsdorfer und erhöhte für Hannover damit auf 13:1.

Gegen den sehr gut ringenden Imran Daurbekow hatte der Hennigsdorfer Paul Bardehle keine Chance. „ Bardehle befindet sich noch in der Entwicklungsphase und war ringerisch einfach nicht gut genug“, schätzte sein Trainer Norman Brennert ein. Am Ende siegte der Hannoveraner nach technischer Überlegenheit mit 16:0 und erhöhte für den AFG auf 17:1.

Der zweite Knackpunkt für die hohe Niederlage lag beim Hennigsdorfer Mohammad Damankhoshk selbst, dem beim Wiegen einen Ablauffehler unterlief und deshalb nicht startberechtigt war. So wurde aus seinem Pflichtkampf ein Freundschaftsduell, welches Damankhoshk nach 40 Sekunden mit 19:0 gewann. Dennoch blieben die Punkte beim AFG, der damit auf 21:1 erhöhte.

Ron Eric Luckow, der wie Gielow von der Sportschule Frankfurt/O. nach Hennigsdorf kam, zeigte in der Klasse bis 80 kg (griechisch-römisch) eine starke Leistung und bezwang seinen Gegner Jakub Jakubow beim Stand von 14:6 mit einem Schulterwurf (21:5)

Gegen den niedersächsischen Meister Seyed Ahmad Khalife bestritt Tim Siebert in der Klasse bis 75 kg/Freistil den letzten Kampf des Abends. In dem spannenden Kampf stand es bis 4:30 Minuten noch 2:2, doch dann wurde Siebert durch eine unglückliche Aktion geschultert. Damit stand das Endergebnis von 25:5 fest.

Trainer Norman Brennert analysierte das Ergebnis nüchtern: „ Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Die Klasse bis 130 kg nicht zu besetzen, darf uns nicht passieren. Auch der Ablauffehler beim Wiegen war völlig unnötig. Spaß haben uns unsere neuen Sportschüler gemacht, die sehr gute Leistungen brachten“.

bj

 

Alle Kämpfe in kompletter Länge (1:01:11 h)

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