HANNOVER LEGT PROTEST EIN

Ringen: Landesliga Sachsen-Anhalt

RV Hannover – 1. Hennigsdorfer Ringerverein  13:15

Überraschend kam der 1. Hennigsdorfer Ringerverein beim bisherigen Tabellenführer RV Hannover zu einem Auswärtssieg. Doch der Sieg steht noch auf wackligen Füßen, da Hannover bei zwei Kämpfen Protest eingelegt hat.

Die Klasse bis 57 kg/Freistil blieb durch den 1.HRV unbesetzt. In der Klasse bis 130 kg/Freistil konnte der Hennigsdorfer Marcel Redmann gegen den um sieben Kilogramm schwereren Hüseyid Akca ringerische Akzente setzen und einen 6:2 Punktsieg heraus holen.

Im Kampf der Klasse bis 61 kg/griechisch-römisch kam es schon beim Wiegen zu Unstimmigkeiten. Eric Köhlers Gegner, Ashab Mutiev, hatte eine behandelte Warze am Handgelenk. Es ist erlaubt mit einer Hautkrankheit zu ringen, wenn man dies durch eine ärztliche Bescheinigung als nicht ansteckend nachweisen kann. Diese örtliche Bescheinigung lag nicht vor. Somit untersagte der Kampfrichter Mutiev die Teilnahme. Der 1.HRV bekam dafür vier Mannschaftspunkte. Dagegen legte der RV Hannover beim Staffelleiter Protest ein.

In der Klasse bis 98 kg/griechisch-römisch wurde dann wieder gekämpft. Aus Hennigsdorfs Reservemannschaft ging erstmals Kai Kühl an den Start. Gegen den Spitzenkämpfer aus Hannover, Mohammed Jamshidi, hielt Kühl fünf Minuten gut mit, bevor er geschultert wurde. Damit ging Hannover wieder mit 8:6 in Führung.

Till Weinkauf hatte anschließend die Aufgabe gegen Has Magomed Dagiew in der Klasse bis 66 kg/Freistil nur zwei Mannschaftspunkte abzugeben. Weinkauf hielt sich streng an den Kampfplan und legte bei seiner 3:6 Niederlage einen beherzten Kampf hin. Neuer Stand: 10:6

Till Kosanke bekam die Order, gegen den seit einem Jahr unbesiegten Seyed Ahmad Khalife in der Klasse bis 86 kg/Freistil, drei Punkte zu holen. Am Ende wurde es ein Punkt mehr, denn Kosanke siegte mit einem Schleuderabbrecher nach 52 Sekunden auf Schulter. (10:10)

Der Kampf in der Klasse bis 71 kg/griechisch-römisch zwischen Hocine Naid Brahim und dem Hennigsdorfer André Paris war von vielen Unterbrechungen geprägt. Der mit sich selbst unzufriedene Brahim redete und reklamierte ständig. Paris ließ sich von der Hektik nicht anstecken und landete einen überzeugenden Sieg nach technischer Überlegenheit. (10:14)

Beim Kampf in der Klasse bis 80 kg/griechisch-römisch zwischen Imran Daurbekov und Felix Dietrich sollte es noch einmal hoch her gehen. Daurbekov kämpfte unsauber und hatte ständig den Kopf auf der Brust, was in dieser Stilart nicht erlaubt ist. Dietrich machte kurz vor dem Ende eine Vier-Punkte-Wertung und gewann dadurch knapp mit 6:5. Jedoch war der RV Hannover der Meinung, dass diese Wertung außerhalb der Matte erzielt wurde und so legte man ein zweites Mal Protest ein. „ Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich sage, dass diese Wertung regelkonform erzielt wurde“ urteilte HRV-Trainer Norman Brennert.

Den letzten Kampf verlor dann Steffen Lübke in der Klasse bis 75 kg/Freistil gegen Ion Plamadeala  mit 10:2 nach Punkten. Der Ringer aus Hannover brachte drei Kilo mehr auf die Waage und hatte dadurch die bessere Physis. 

„ Meine Mannschaft hat heute eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und den Kampfplan gut umgesetzt. Im Moment haben wir diesen Sieg nur vorläufig, aber ich denke, dass der RV Hannover mit seinen Protesten nicht durchkommt“, so der zuversichtliche Brennert.

bj

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